Handschrifteingabe – es muss nicht immer der Apple Pencil seinUnser Spartipp

Zugegeben: Der Apple Pencil ist anderen Eingabestiften der iOS-Welt in Bezug auf Technik und Haptik eindeutig überlegen. Mit dem Luxus-Schreibgerät kann man tatsächlich schreiben und zeichnen wie in der Papierwelt. Trotzdem eignet sich der Stift bloß für eine sehr kleine Fangemeinde:

  • Denn erstens kostet er happige 109 Euro.
  • Zweitens ist er mit seiner wackeligen Stiftkappe und mangels Befestigungsmöglichkeiten nur bedingt für den Außer-Haus-Einsatz zu gebrauchen.
  • Drittens funktioniert der Stift ausschließlich auf den beiden iPad-Pro-Tablets: Noch nicht einmal die jüngsten iPhones werden unterstützt!
  • Und viertens braucht der Apple Pencil eine Bluetooth-Verbindung: Der zusätzliche Energieverbrauch geht zulasten des Tablet-Akkus.

Vor allem aber braucht längst nicht jeder Anwender den „Mercedes“ unter den Eingabestiften. Einige Funktionen lassen sich ebenso gut mit schlichten „Touch Pens“ erledigen. Kapazitative Eingabestifte mit Schaumstoff-Kappe benötigen keinen Strom und sind schon für unter 10 Euro zu haben. Und sie funktionieren mit allen gängigen Smartphones und Tablets der iOS- und Android-Welt.

Stark verbesserte Handschrifterkennung
Über die Qualität der Schreib- und Zeichenergebnisse sowie Sinn und Unsinn handschriftlicher Eingaben auf kleinen Smartphone- und Tablet-Displays lässt sich zwar trefflich streiten. Eine ganz spezielle Einsatzmöglichkeit findet dabei allerdings viel zu selten Erwähnung:

Bereits die ganz einfachen Eingabestifte ermöglichen mittlerweile eine bemerkenswert gute Handschrifterkennung! Und die ist eine nützliche Alternative zu Tastatur- und Spracheingabe: Gerade im öffentlichen Raum und bei sensiblen Inhalten ist die handschriftliche Texterfassung klar im Vorteil gegenüber der Spracherkennung. Schneller als die mühsame Tipperei auf dem „Mäuseklavier“ ist die Handschrifteingabe nach einer kurzen Eingewöhnungsphase allemal.

Praktische iOS-AppHandschrifteingabe: Myscript-Stylus-Logo | orgaMAX Spartipp

In der iOS-Welt ist dafür zusätzlich zum Eingabestift bloß die kostenlose virtuelle „MyScript Stylus“-Tastatur erforderlich. Damit klappt die Handschrifterkennung erstaunlich flüssig und mit sehr guten Ergebnissen. Man kann die handschriftliche Zusatz-„Tastatur“ beim iPhone unter „Einstellungen > Allgemein > Tastatur > Tastaturen“ ähnlich wie eine fremdsprachige Tipp-Tastatur installieren und auswählen.

Die handschriftliche Texterfassung erfolgt daraufhin in einem kleinen Schreibfenster. Die Erkennung erfolgt kontinuierlich und flott in Echtzeit. Wenn Sie das iPhone im Querformat nutzen, vergrößert sich der Eingabebereich sogar noch. Außerdem lässt sich die Tastatur-App auf die eigene Schreibweise und persönliche Eingabepräferenzen anpassen.

Android-Alternative
Für die Android-Welt gibt es die „MyScript Stylus“-Tastatur auch. Dort befindet sie sich aber noch in der Beta-Testphase. Als Alternative bietet sich hier die bewährte „Google Handschrifteingabe“ an. Auch diese App tut, was sie soll – mit sehr ordentlichen Ergebnissen.

Ganz gleich, ob auf iOS- oder Android-Basis: Bei der mobilen Handschrifterkennung hat sich in den letzten Jahren eine Menge getan. Die erforderliche Hard- und Software ist erschwinglich. In manchen Momenten ist die handschriftliche Eingabe eine ausgesprochen nützliche Alternative zur Spracherkennung und virtuellen Tastaturen.

Handschrifteingabe: Beispiel handschriftlicher Eingabe Myscript-Stylus | orgaMAX Spartipp