Neue Kassenrichtlinie 2020

TSE – Technische Sicherheitseinrichtung

 

 

TSE Technische Sicherheitseinrichtung

Gesetzliche Schonfrist läuft ab

Eigentlich gilt seit dem 1. Januar 2020: Alle elektronischen Registrierkassen müssen durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt sein. 

Da jedoch zum Jahresanfang 2020 die flächendeckende Verfügbarkeit der technischen Sicherheitseinrichtung nicht gewährleistet werden konnte, hat das Bundesfinanzministerium bereits Ende 2019 eine Übergangsfrist beschlossen. Diese läuft am 30. September 2020 ab.  Ab dem 1. Oktober 2020 müssten somit alle elektronischen Kassensysteme laut den Vorgaben des Bundesfinanzministeriums grundsätzlich über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen. 

Gesetzliche Schonfrist

Corona-bedingte Fristverlängerung möglich

Aufgrund der aktuellen Lage durch die Corona-Krise und der Umstellung der Kassen auf die seit 1. Juli geltenden, gesenkten Mehrwertsteuersätze, können viele Betriebe jedoch auch diese Frist nicht einhalten. Deshalb haben 15 Bundesländer mit entsprechenden allgemeinen Ländererlassen auf das aktuelle Geschehen reagiert. Unter bestimmten Voraussetzungen wird ein weiterer Aufschub bis maximal Ende März 2021 gewährt. In Bremen muss eine solche Verlängerung individuell beantragt werden.

Dieser Aufschub ändert jedoch nichts an der rechtlich bindenden Verpflichtung, Kassensysteme zeitnah mit den zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtungen auszustatten! Die Fristverlängerung ist in vielen Fällen auch an die Bedingung geknüpft, eine entsprechende TSE-Lösung bis zum 30. September verbindlich in Auftrag gegeben zu haben.

 

 

 


orgaMAX wird vorbereitet

Wir arbeiten derzeit an der Umsetzung der TSE-Kassenrichtlinie Ihrer orgaMAX-Registrierkasse. Mit unserem nächsten großen orgaMAX-Update, das voraussichtlich Mitte September ausgespielt werden wird, schaffen wir die nötigen softwareseitigen Voraussetzungen für die Einhaltung der TSE-Richtlinie.  

Hintergrund: Am guten Willen unsererseits ist eine frühzeitigere TSE-Bereitstellung nicht gescheitert. Für den österreichischen Markt gibt es eine vergleichbare orgaMAX-Sicherheitseinrichtung  bereits seit 2017. In Deutschland hat sich die TSE-Zertifizierung jedoch durch wiederholte Nachbesserungen an den technischen Richtlinien verzögert. Auch aktuell ist es bedauerlicherweise noch so, dass es seitens unserer Partner noch keine finale Zertifizierung gibt, sodass auch nach unserem September-Update noch mit weiteren Anpassungen an der orgaMAX Bürosoftware zu rechnen ist.

Auf der sicheren Seite

Ihr Handeln ist gefragt

Um Ihre orgaMAX-Registrierkasse TSE-fit zu machen, müssen Sie sich bei unserem Partner fiskaltrust registrieren und ein entsprechendes Produkt erwerben, das Sie im Anschluss in Ihrem orgaMAX nutzen können. Wir empfehlen Ihnen dabei die fiskaly Cloud TSE.

Da die Zertifizierung der TSE aktuell jedoch noch aussteht, bietet fiskaltrust Nutzern, die eine Aufrüstung Ihrer Kassen-Hardware mittels der fiskaltrust.Middleware planen, einen Nutzungsvertrag zum Download an. Dieser gilt als Nachweis, dass eine entsprechende TSE-konforme Ausstattung der Kasse geplant ist. Um den Nutzungsvertrag zu erhalten müssen Sie die aufgeführten Schritte durchführen.


Was besagt die technische Sicherheitseinrichtung?

Alle elektronischen Registrierkassen müssen seit dem 1. Januar 2020 durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung geschützt sein. Dadurch sollen Manipulationen von Bargeld-Geschäften unterbunden oder zumindest erschwert werden.

Das Aufzeichnungssystem muss sämtliche Geldgeschäfte und alle anderen Kassenaktivitäten ...

  • einzeln
  • vollständig
  • richtig
  • zeitgerecht
  • und geordnet

erfassen.

Fragen TSE

Hintergrund: Weshalb gibt es die TSE?

Mit der TSE sollen in Zukunft Manipulationen von Bargeld-Geschäften unterbunden oder zumindest erschwert werden. Ziel der Maßnahme ist es, eine „verlässliche Grundlage für eine gleichmäßige Besteuerung zu schaffen“. 

Die technische Sicherheitseinrichtung für elektronische Registrierkassen besteht aus drei Teilen:

  • Ein Sicherheitsmodul sorgt dafür, dass Kasseneingaben automatisch aufgezeichnet und hinterher nicht mehr unprotokolliert geändert werden können;
  • Auf einem angeschlossenen Speichermedium bleiben alle Aufzeichnungen während der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist gespeichert;
  • Eine einheitliche digitale Schnittstelle ermöglicht die Datenübertragung im Rahmen von Kassen- und Betriebsprüfungen.

Wichtig: Unternehmen müssen die Anschaffung und Inbetriebnahme elektronischer Kassen und Kassensysteme und die dazugehörige TSE innerhalb eines Monats ans Finanzamt melden. Der amtlich vorgeschriebene Vordruck steht derzeit jedoch noch nicht zur Verfügung. Eine Meldung ist deshalb noch gar nicht möglich.

Zum Hintergrund

Weiterführende Informationen: